Die Knie-Endoprothese
Informationen rund um das künstliche Kniegelenk

Das gesunde Kniegelenk

Das Kniegelenk besteht aus zwei eigenständigen Gelenken: dem Gelenk zwischen Oberschenkel- und Unterschenkelknochen sowie dem Gelenk zwischen der Kniescheibe und dem Oberschenkelknochen.

Das Gelenk wird stabilisiert durch die Kreuz- und Seitenbänder sowie durch die Menisken.

Umgeben wird das Gelenk von einer Gelenkkapsel. Innerhalb der Kapsel befindet sich die Gelenkflüssigkeit, die in erster Linie für die Ernährung von Knorpel und Knochen verantwortlich ist.

Das kranke Kniegelenk

Durch Fehlbelastungen, Unfälle, Meniskusverletzungen und Voroperationen sowie durch Entzündungen des Kniegelenkes oder Rheumaerkrankungen kann es zu einem vorzeitigen Verschleiß des Knorpels im Kniegelenk kommen.

Das Resultat sind schmerzhafte Funktionseinschränkungen im Bereich des Kniegelenkes.

Folgende Beschwerden weisen auf derartige Verschleißerkrankungen hin:

  • Schmerzen in Ruhe und bei Belastung
  • Bewegungseinschränkungen des Kniegelenkes
  • Bewegungsgeräusche
  • Unsicherheit beim Gehen
  • Fehlstellungen im Kniegelenk

Die konservative Behandlung

Durch stabilisierende Bandagen, Injektionen in das Kniegelenk, durch Krankengymnastik, Elektrotherapie, Akupunktur und Magnetfeldbehandlung können Schmerzen oft gelindert und das Fortschreiten der Erkrankung aufgehalten werden.

Die Operation:

Bei zunehmender Instabilität sowie ständigen Schmerzen besteht die Notwendigkeit zum Einsetzen eines künstlichen Kniegelenkes.

In der Operation wird der erkrankte Knorpel im Bereich des Ober- und Unterschenkelknochens nach einer sehr speziellen Systematik entfernt und durch eine genau angepasste Endoprothese ersetzt. Die Prothese wird entweder einzementiert oder auch zementfrei eingesetzt.

Bei einem vollständigen Verlust der Stabilität und zerstörten Kreuz- und Seitenbändern kann auch eine komplette Kniegelenk-Endoprothese eingesetzt werden.

Zum Ersatz des üblichen Blutverlustes während und nach der Operation kann der Patient vor der Operation Eigenblut spenden. Zusätzlich lässt sich das nach der Operation verlorene Blut auffangen und zurücktransfundieren.

Klinikaufenthalt:

Für die Operation ist ein stationärer Aufenthalt von 2 bis 3 Wochen nötig. Im Anschluss folgt eine stationäre oder ambulante Rehabilitation.

Nachsorge:

Die nach einer solchen Operation übliche Schwellung des Kniegelenkes wird durch Kompressionsstrümpfe und Lymphdrainagen behandelt. Die sorgfältig abgestimmte Rehabilitätsbehandlung und Krankengymnastik ermöglicht eine rasche Wiederherstellung der Beweglichkeit.

Aussichten

Der Einsatz einer Knie-Endoprothese bedeutet für den Patienten die Rückkehr in ein weit gehend "normales" Leben voller Bewegung.
Nach einigen Monaten.
erlangen Sie die Beweglichkeit zurück, die in etwa der eines gesunden Knies entspricht.
Sie können Ihren Hobbys nachgehen und Sport treiben. Erlaubt sind Sportarten, die eine Überlastung des Kniegelenkes ausschließen. Bitte sprechen Sie mit uns oder Ihrem behandelnden Arzt.

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient, in dieser Kurzinformation können wir Ihnen naturgemäß lediglich grundlegende Informationen vermitteln. Zur Beantwortung weiterer Fragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auf www.gelenkforum.de